Ein Gespräch: Svavar Knútur – Islands Troubadour am Festland

Singer/Songwriter Svavar Knútur tourt dieser Tage durch Österreich und Deutschland. In unserem Gespräch erzählt er von seiner Musik, seiner Heimat Island und seiner großen Liebe zu Brokkoli, inklusive Rezept.

Mit seinen Folk-Songs zwischen Dinosaur Jr. Bassist Lou Barlow, Joshua Radin und Beirut verzaubert der isländische Singer/Songwriter Svavar Knútur seit rund zehn Jahren seine Landsleute. Die Musik voller verträumter Melancholie und seine sanfte Stimme führten ihn in seiner Heimat zum Erfolg, diesen Herbst ist Knútur durch Europa unterwegs und wird viele neue Fans sammeln.
Ein Gespräch mit dem Mann aus Reykjavik über sein aktuelles Album, seine kommenden Konzerte in Graz, Wien und Innsbruck und über Brokkoli gesprochen.

Svavar Knútur – Das Gespräch

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Vor wenigen Tagen erschien dein Album Ahoy! Side A, eine Sammlung verträumter Songs in englischer und isländischer Sprache – sowohl neuer Songs als auch Neuaufnahmen älterer Nummern. Gibt es hinter dem Album eine größere Bedeutung oder Konzept?
Svavar Knútur: Ahoy! in seiner Gesamtheit ist eine Geschichte über Neuanfänge, neue Hoffnung, neue Erwartungen und Enttäuschungen und das Anpassen an eine neue Welt. Side A ist das erste Kapitel dieser Geschichte. Die Songs, die ich zur Neuaufnahmen ausgewählt habe, repräsentieren wichtige Abschnitte meiner bisherigen Reise und formen einen bedeutenden Teil der Idee von Ahoy!.

Wann wird Ahoy! Side B erscheinen?
Svavar Knútur: Ich habe keine Ahnung, wann Ahoy! Side B erscheinen wird, aber mit Sicherheit peile ich das nächste Jahr an. Ich kann dennoch nichts versprechen, weil mein Leben sehr chaotisch und voller Wandel ist.

Deine aktuelle Single The Hurting handelt von Schmerz, Scham, Selbsthass und Angst im Leben. Sind das Themen, mit denen du besonders konfrontiert wurdest?
Svavar Knútur: The Hurting ist, denke ich, ein Teil jedes Lebens. Es ist wichtig, sich daran zu erinnern, dass man vor seinen inneren Dämonen nicht davonlaufen kann. Du trägst sie mit dir, auch wenn du dein altes Leben hinter dir lässt. Du musst lernen, dich ihnen zu stellen und mit ihnen zu leben.

Was ist die beste Umgebung, deine Musik zu hören?
Svavar Knútur: Wann immer und wo immer du fühlst, sie zu brauchen. Meine Musik soll eine positive und kathartische Macht sein, um dich zu erinnern, dass du nicht alleine bist auf der Welt. Wir alle verdienen, zu lieben und geliebt zu werden.

Wie kommt es, dass in den vergangenen Jahren so viel gute und erfolgreiche Musik aus Island zu uns kommt?
Svavar Knútur: Ich habe keine Ahnung. Vielleicht ist es die Dunkelheit. Vielleicht sind es die langen Winter. Vielleicht ist es wegen der schlagkräftigen Musikbildungs-Programme. Vielleicht liegt es daran, dass du das Bedürfnis hast, eine Geschichte zu erschaffen und zu erzählen, wenn du auf einer abgelegenen Insel lebst.

Woher nimmst du die Inspiration für deine Songs?
Svavar Knútur: Meine Inspiration kommt von meinem Leben, den Geschichten und Erfahrungen, die ich mache und die um mich stattfinden.

Im Oktober spielst du drei Shows in Österreich. Wird es dein erstes Mal in Österreich sein?
Svavar Knútur: Nein, ich habe in Wien und Innsbruck schon mehrmals gespielt und habe hier viele gute Freunde. Ich werde jedoch mein erstes Konzert in Graz spielen. Ich habe außerdem zwei wundervolle Festivals in Österreich gespielt (Acoustic Lakeside 2017 & Waves Vienna 2011, Anm. d. Red.).

Hast du Erwartungen an die Shows und das österreichische Publikum?
Svavar Knútur: Eigentlich nicht… Ich habe keine Erwartungen, außer tolle Leute zu treffen, für sie zu singen, mit ihnen abzuhängen, Kaffee und Bier trinken, einfach eine wunderbare Zeit zu haben, wie ich es immer habe in Österreich.

Es gibt dieses Pressefoto von dir mit einer Ukulele im Ozean stehend. Ehrlich, wie kalt war das Wasser?
Svavar Knútur: Das Wasser war verdammt kalt! Aber es war dennoch ein großer Spaß.

Kannst du uns drei positive und drei negative Dinge über Island verraten?
Svavar Knútur: Drei positive Dinge: Es ist ruhig und wunderschön, es gibt wundervolle Menschen und ich liebe die Winter. Wir arbeiten zudem wirklich hart daran, eine faire und egalitäre Gesellschaft zu sein.
Drei negative Dinge: Wir verlieren große Teile unserer Natur an das Big Business, reiche Arschlöcher und Energiekonzerne. Es gibt keine Züge. Isländer sind manchmal zu konservativ und zurückhaltend, ihre Empörung über Ungerechtigkeiten zu zeigen.

Und jetzt zu den wichtigen Dingen: Es ist bekannt, dass du ein Brokkoli-Lover bist. Hast du ein gutes Brokkoli-Rezept für unsere Leser?
Svavar Knútur: Oh, Brokkoli, das Schönste aller Gemüse. Einer meiner Favoriten ist Brokkoli Hühnchen:
Koche 500g Hühnerbrust in einem Topf mit Salz und einigen Gewürzen. Dünste 500g Brokkolo leicht – gerne kannst du mehr Brokkoli nehmen. Koche eine Packung Pilzsuppe mit etwas Hühnerbrühe und einem Teelöffel gutem Curry. Füge einen knappen Liter probiotischer Milch – ähnlich Buttermilk – hinzu, wenn die Suppe kocht.
Schneide die Hühnerbrust in kleine Stücke.
Stell den Brokkoli und das Huhn in einer ofenfesten Form in den Ofen und gieße die Suppen/Milch-Mischung darüber. Darüber kommt geriebener Mozzarella, Gouda und zerstoßene Cracker. Yumm. Für 45 Minuten bei 200° in den Ofen. Serviere das Ganze mit Jasmin Reis.

Svavar Knútur – Live in Österreich

01.10.2018 – Graz, Die Scherbe


02.10.2018 – Wien, B72


03.10.2018 – Innsbruck, Die Bäckerei

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Titelbild: Gunnar Freyr

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