Wives‘ Waving Past Nirvana – Grunge bevor Grunge Grunge wurde

Welch aufregende Lo-Fi-Soundwolke schwappt da über den Atlantik in unsere Gehörgänge. Mit ihrer Single Waving Past Nirvana klingen Wives modern, ohne modern zu sein, alt, ohne alt zu sein – sie klingen faszinierend zeitlos.

Natürlich ist alles, was retro ist, heute so alternativ wie Buffalos am Ende des letzten Jahrhunderts. Aber das ist verdammt egal, denn Wives sind mit Waving Past Nirvana frisch, unprätentiös, prägnant und überzeugend. Sie bringen es in dreieinhalb Minuten auf den Punkt, lassen Trends und das Hipstertum dabei außen vor. Die New Yorker klingen auf ihrer aktuellen Single so deprimierend wie die US-Alternative-Szene, als sie die Schnauze voll hatte von Hochglanz-Hard-Rock, 80s-Synth-Genudel, – bevor Kurt Cobain sich aus dem Leben schoss und den Alternative dem Mainstream freigab.

Manchmal sagen völlig willkürlich in den Raum geworfenen Begriffe mehr als tausend eloquent aneinanderkonstruierte Worte: Dinosaur Junior, J Mascis, Pixies, Hüsker Dü, Sonic Youth, Mother Love Bone…
Wives klingen wie ein ungeschliffener Diamant, der hoffentlich nie geschliffen wird.

PS: Für die, die es immer noch nicht verstanden haben, haben Wives ein Musikvideo in 4:3 gedreht.

Anders als man im ersten Moment meinen könnte, beziehen sich Wives in dem Song nicht auf ihre musikalischen Vorfahren aus Seattle. Tatsächlich ist die Rede von der buddhistischen Idee des Nirwana, erklärt Sänger Jay Beach in der Presseaussendung: „Waving Past Nirvana‘ is a literal interpretation of the bodhisattva—one who has achieved the release, the awakened eye, and yet wants to trade it back for the painful life of desire because she/he/they predominantly feels compassion. This „entering back into the world“ to fight a fool’s battle is the essence of ‚Waving Past Nirvana‘, and the video depicts one young woman’s journey along these lines.

Nach dieser Explosion klangvoller Kreativität kommen wir zu den trockenen Hintergründen: Wives unterschrieben unlängst einen Vertrag beim deutschen Plattenlabel City Slang. Nun arbeitet der Vierer aus Queens und Brooklyn an seinem Debütalbum. Im April setzen Jay Beach (Gitarre, Gesang), Andrew Bailey (Gitarre), Alex Crawford (Bass), und Adam Sachs (Drums) nach Europa über und spielen bis Anfang Mai zehn Shows am Festland und Großbritannien. Leider ist, Stand heute, keine Österreich-Show geplant.

Am Laufenden halten euch Wives auf ihrer Website und ihrer Facebook-Seite.

26.04.2019 – Festival L’Ere de Rien, Nantes (FR)


27.04.2019 – Test Pressing Festival, London (UK)


29.04.2019 – ACUD, Berlin (DE)


01.05.2019 – Les Aralunaires / Cafe du Nord, Arlon (BE)


02.05.2019 – Supersonic, Paris (FR)


03.05.2019 – Club Achtung! @ Q Factory, Amsterdam (NL)


04.05.2019 – Cafe de Zwerver, Leffinge (BE)


06.05.2019 – Chameleon, Nottingham (UK)


07.05.2019 – Shacklewell Arms, London (UK)


08.05.2019 – Rough Trade, Bristol (UK)

[Titelbild: Milah Libin]
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