Nova Rock 19: 3 Bandtipps für Tag 3

Der Halbzeitpfiff hat am Nova Rock ertönt, jetzt startet die Halbzeit der großen deutschen Punkbands.

Millencolin – Weil der Punk lebt

Spätestens seit No Cigar, ihrem Beitrag zum Soundtrack von Tonie Hawk’s Pro Skater 2, sind Millencolin eine unumstößliche Größe der Punk-Szene. Natürlich haben sie sich mit ihren Skate-Punk-Scheiben Tiny Tunes, Life on a Plate und For Monkeys einen Namen gemacht, doch mit der 2000er Scheibe Pennybridge Pioneers haben sie ihren unverkennbaren Sound – der nicht zuletzt Nikola Šarčević‘ charakteristischer Stimme zu verdanken ist – auf die Spitze getrieben. Neben No Cigar wurden The Ballad, Material Boy, Penguins & Polarbears und Fox zu Genre-Klassikern. Ach was, das ganze Album war ein Meisterstück – ist es immer noch, wenn man es sich fast 20 Jahre später anhört. Dass man als Punkmusiker gut altern kann, haben schon andere vorgemacht (wenn man mal von Johnny Rotten absieht), deshalb sind Millencolin auf alle Fälle einen Besuch der Blue Stage wert. Deshlab, und weil sie auf ihrem neuen Album SOS frisch und motiviert klingen wie schon länger nicht mehr.

Millencolin: 15:50 – Blue Stage

Welshly Arms – Weil sie es anders machen

Anders als andere trendige hiphop- und electro-verfallene „Rockbands“ klingen Welshly Arms nicht scheiße. Während Imagine Dragons und Konsorten – ja, auch 30 Seconds to Mars – zwar umheimlich erfolgreich sind, aber in Wirklichkeit auch völlig belanglose Hintergrundmusik fürs Radio machen, die sich als „Alternative“ verkaufen lässt, haben Welshly Arms noch so etwas wie Dramaturgie und Bodenständigkeit in ihren Songs. In der Frühphase der Band war der Blues noch trockener, aber ganz ehrlich, Sanctuary und Legendary sind verdammt gute, moderne Poprocksongs, die auf künstlerisches Verständnis und musikalische Historie bauen, in denen man den Blues, den Soul und den Rock’n’Roll spürt.

Welshly Arms: 19:55 – Red Bull Music Stage

Die Toten Hosen – Weil… Die Toten Hosen

Wer Die Toten Hosen schon mal live gesehen hat, und mit Deutsch-Punk nur in Ansätzen etwas anfangen kann, der weiß Bescheid. Wer die Band noch nie gesehen hat, der sollte das auf schnellstem Wege ändern. Sie werden nicht jünger, auch wenn man das bei ihren Shows glauben möchte. Campino und Co. sind immer noch in Hochform.

Die Toten Hosen: 23:10 – Blue Stage

[Titelbild: Paul Ripke]
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